Märkisches Modell
Das Märkische Modell ist die vom Landesamt für Umwelt Brandenburg (LfU BB) entwickelte Methode zur Ermittlung und Bewertung erheblicher Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes durch Windenergieanlagen sowie zur Bemessung geeigneter Kompensationsmaßnahmen. Die aktuelle Fassung — „Märkisches Modell 2.0" — wird per Erlass des Ministeriums für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Brandenburg (MLEUV BB) bei der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung von Windenergieanlagen angewendet.
Auslöser für die aktuelle Fassung sind zwei richtungsweisende Urteile: Das Bundesverwaltungsgericht verlangte mit Urteil vom 12.09.2024 (7 V 3.23) eine qualitative und quantitative Kompensation von Landschaftsbildbeeinträchtigungen im betroffenen Naturraum. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg konkretisierte mit Urteil vom 09.12.2025 (OVG 7 A 54/24), dass geeignete Ersatzmaßnahmen nicht auf den Rückbau vertikaler Bauwerke beschränkt sind und ihre Quantifizierung nicht allein von der Sichtbarkeit abhängen darf.
Wir wenden das Märkische Modell für unsere Auftraggeber in Brandenburg an — von der GIS-gestützten Sichtbarkeitsanalyse über die Bewertung anhand des Landschaftsprogramms Brandenburg bis zur Bemessung der Kompensation oder einer ggf. erforderlichen Ersatzzahlung.